rheinbahn

Challenge Accepted: Das perfekte Bushaltestellenschild

Als die Rheinbahn im Frühjahr 2016 ihre neuen Bushaltestellenschilder vorstellte, mündete dies in eine öffentliche Diskussion über Design. Die neuen Schilder frustrierten Fahrgäste, weil sie schwer lesbar und zu kompliziert waren. „Gibt es zu den neuen Schildern auch eine Lupe?“ hieß es auf Twitter. Der Fachblog Designtagebuch und zahlreiche Zeitungen berichteten.

Bushaltestellenschilder gehören zu jenen Designobjekten, die erst auffallen, wenn sie nicht funktionieren. Dutzende Informationsquellen und Gegenstände nutzen wir tagtäglich ohne ihre Gestaltung wahrzunehmen — es sei denn, sie machen uns das Leben schwer.

Ein Bushaltestellenschild, das nicht funktioniert? Das klang nach einer unwiderstehlichen Herausforderung für Linus Luka Bahun. Im Rahmen eines eintägigen Workshops entwickelten wir Designs, bauten Prototypen und testen Lesbarkeit & Funktion im Selbstversuch. Drei Grundüberlegungen standen dabei im Vordergrund. Die Schilder sollten…

→ aus der Ferne als Orientierungspunkte fungieren können,

→ für Fahrgästen an der Haltestelle relevante Serviceinformationen bereitstellen und

→ die Marke Rheinbahn implizit und unaufdringlich kommunizieren.

Erschwerend hinzu kam die Tatsache, dass die zuständigen Mitarbeiter der Rheinbahn für die Haltestelleschilder bereits mehrere Hundert Aluminiumrahmen bestellt hatten. Die Informationstafeln konnten sich so in der Größe nicht der Menge an Information anpassen, die sie darstellten. Vielmehr waren alle Schilder gleich groß.

Von diesen Gedanken ausgehend entwickelten wir ein inhaltsflexibles Design, das alle relevanten Informationen darstellen kann. Besonders wichtig wurde dabei die Hierarchisierung von Informationen, denn im Selbstversuch wurde schnell klar: durch gute Informationsstrukturierung können wir Fahrgästen  Zeit für Entscheidungen abnehmen und Stress beim Reisen ersparen.

Schon unser erster Vorschlag für das Redesign der neu gestalteten Schilder zeigt: Signaletik kann durch gute Gestaltung die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern, die Markenwahrnehmung stärken und so zu einem positiven Markenerlebnis beitragen.