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Heinrich-Heine Symphoniker im Schumann-Saal

Veröffentlicht im Kulturteil der Rheinischen Post vom  4. Juli 2012 und auf RP-Online.

„Nicht der ist reich, der viel hat, sondern der, der viel gibt“ – dieses weithin bekannte Zitat von Erich Fromm bildet das Motto der Düsseldorfer Stiftung Sterntaler, die hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt. Und unter demselben Motto stand auch das Benefizkonzert, das die Heinrich-Heine-Symphoniker nun im Robert-Schumann-Saal zugunsten der Stiftung gaben.

Unter der musikalischen Leitung von Desar Sulejmani spielten sie zusammen mit der Stiftungsvorsitzenden Caroline Merz als Sopranistin und dem Tenor Sascha Dücker eine feine Mischung aus Ouvertüren und spätromantischen Liedern. Zur Einstimmung gab es ein bisschen Beethoven. Die Ouvertüre zu „Fidelio“ gewann vor allen Dingen durch die enthusiastischen Blechbläser und die großartig raschen und sauberen Stimmungswechsel des Orchesters. Begeisterung gab es für Mahlers „Rückert-Lieder“. Der Tenor Sascha Dücker verstand es dem Genre entsprechend meisterlich, kleine und kunstvoll gestaltete Universen aufzubauen, kurz und scharf zu beleuchten und wieder auszublenden.

Nach der Pause wieder eine Ouvertüre, diesmal zu Giuseppe Verdis „La forza del destino“ (Die Macht des Schicksals). Mit Mut zu einem angemessen vollen Volumen überzeugte das Orchester hier vollends. Caroline Merz beschloss den Abend mit den "Vier letzten Liedern" von Richard Strauss, die sie mit einer wunderbaren dichterischen Dynamik und hoher stimmlichen Intensität vortrug.

Die Zugabe von Merz und Dücker in Gestalt des weltberühmten Duetts aus dem ersten Akt von Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ animierte das dankbare Publikum zu Ovationen im Stehen.