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Wie können Sie dafür sorgen, dass Ihre Marke wahrgenommen wird und schneller in die Köpfe der Menschen kommt? Ein zentrales Element sind die „Distinctive Brand Assets“.
Jenny Romaniuk, Forscherin am Ehrenberg-Bass-Institut für evidenbasiertes Marketing, hat diese Frage in ihrem Buch Building Distinctive Brand Assets nicht nur datengetrieben analysiert, sondern auch einen Fahrplan entwickelt der zeigt, wie man solch herausstechenden Markenelemente schafft und pflegt.
Ihr Buch gehört neben „How Brands Grow“ zu den Klassikern des evidenzbasierten Marketings, ein Buch, das für Markenmanager:innen und Designer:innen gleichermaßen relevant ist.
In den folgenden Abschnitten tauchen wir tiefer in die Geheimnisse hinter den „Distinctive Brand Assets“ ein, die Marken dabei helfen, sich in den Köpfen und Herzen ihrer Zielgruppe zu verankern.
Bevor wir tief in die Taktiken eintauchen, wie man ein starkes Brand Asset kreiert, schauen wir uns erst einmal genauer an, was das überhaupt ist. Distinctive Brand Assets sind alle wahrnehmbaren Elemente, die Ihre Marke in den Köpfen der Menschen aktivieren können. Sie gehen weit über das Logo hinaus:
Im Deutschen sprechen wir auch von Marken-Codes. Die visuellen Marken-Codes werden im Brand Design (Corporate Design) festgehalten.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einer Kostümparty, und als Sie eintreten, bemerken Sie, dass vier andere Gäste genau dasselbe Kostüm tragen wie Sie. Jemand, der mit Ihnen auf dieser Party tanzen möchte wird Probleme haben, Sie zu identifizieren, oder? Ähnlich verhält es sich mit Marken, die sich nicht ausreichend von ihren Mitbewerbern abheben. In der Geschäftswelt wird diese Kostümparty zum alltäglichen Markt, und die „Kostüme“ sind die Brand Assets.
Einzigartigkeit (engl. Distinctiveness) ist der Schlüssel. In einem Meer von Logos, Farben und Slogans muss Ihre Marke einen wahrnehmbaren Unterschied aufweisen, um im Gedächtnis der Menschen zu bleiben. Es geht nicht nur darum, schön oder trendy zu sein; es geht darum, anders zu sein.
Starke Marken profitieren in drei Arten von markanten Marken-Codes:
Jetzt, da wir über Distinctive Brand Assets gesprochen haben, müssen wir uns der Wissenschaft der Erinnerung zuwenden. Es ist das eine, ein auffälliges Logo oder einen eingängigen Slogan zu haben, aber wie sorgen wir dafür, dass diese im Gedächtnis der Menschen haften bleibt?
Die Psychologie dahinter ist spannend: Unser Gehirn ist ein Netzwerk aus Assoziationen, und jede Erfahrung, jeder Gedanke und jede Emotion stärkt bestehende oder schafft neue Verbindungen.
Denken Sie an das goldene „M“ von McDonald's. Warum assoziieren wir es sofort mit Burgern und Pommes? Weil McDonald's nicht nur ein Symbol, sondern auch eine Erfahrung geschaffen hat. Der Anblick des goldenen Bogens, der Geruch des Essens und die Erinnerungen an vergangene Besuche – all das sind Faktoren, die die Marke im Gedächtnis verankern.
Jenni Romaniuk beschreibt in Building Distinctive Brand Assets, wie Marken-Codes in den Gedächtnissen von Verbraucher:innen verankert werden:
Ein letztes Beispiel: Die ikonischen "Da-da-da-da-da" Töne von der Telekom. Diese fünf einfachen Töne, immer wieder in Werbespots wiederholt, sind zu einem Synonym für „Verbundenheit“ geworden. Ein perfektes Beispiel dafür, wie ein simples Brand Asset tief im Gedächtnis verankert werden kann.
Ihre Marke verdient mehr als nur ein hübsches Gesicht. Sie verdient ein Gesicht, das auffällt, erinnert wird und die Essenz dessen, was Sie sind, widerspiegelt. Aber wie geht man von einer bloßen Idee zu einem wirkungsvollen Brand Asset über? Hier sind einige Schritte, die Ihnen dabei helfen:
Marken sind keine starren Entitäten; sie atmen, wachsen und entwickeln sich weiter. Doch während sich Unternehmen weiterentwickeln, stellt sich oft die Frage: Sollten ihre Brand Assets ebenfalls verändert werden?
Die Antwort ist nicht so einfach wie ein klares Ja oder Nein. Bei der Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle:
Ein historisches Beispiel? Betrachten Sie das Logo von Apple. Es begann als detailgetreue Darstellung von Isaac Newton unter einem Apfelbaum und entwickelte sich zu dem einfachen, aber ikonischen Apfelbild, das wir heute kennen. Trotz der Veränderungen blieb die Essenz – der Apfel – immer erhalten.
Das Erhalten und Anpassen von Brand Assets ist eine Kunst für sich. Es erfordert einen scharfen Sinn für die eigene Marke und die Welt um sie herum, gepaart mit dem Mut, gegebenenfalls Veränderungen vorzunehmen.
Wie bei allem im Leben gibt es auch bei der Entwicklung und Pflege von Marken-Codes Fallstricke. Selbst die größten Marken der Welt haben gelegentlich Fehltritte gemacht. Es ist wichtig, aus diesen Fehlern zu lernen und sie in der eigenen Markenstrategie zu vermeiden.
Während es verlockend sein kann, das Rad neu zu erfinden oder dem neuesten Trend zu folgen, ist es oft klüger, authentisch zu bleiben, auf Feedback zu hören und sicherzustellen, dass Brand Assets wirklich die Werte und Botschaften der Marke widerspiegeln.
Wir leben in einem digitalen Zeitalter, in dem die Menschen täglich mit einer Fülle von Informationen bombardiert werden. In dieser ständig wachsenden digitalen Landschaft sind Brand Assets wichtiger denn je. Warum? Hier sind einige Gründe und Überlegungen für das digitale Zeitalter:
Ein modernes Beispiel ist das minimalistische Logo von Airbnb. Es ist nicht nur ein Symbol für Unterkunft und Reisen, sondern wurde auch so gestaltet, dass es sich nahtlos in verschiedene digitale Plattformen integrieren lässt. Darüber hinaus hat Airbnb seine Community ermutigt, das Logo kreativ zu nutzen und anzupassen, was zu einer erhöhten Interaktion und Markenbindung führte.
In der digitalen Ära reicht es nicht aus, nur präsent zu sein. Man muss auch in der Lage sein, sich in der Masse abzuheben, und hier kommen die Brand Assets ins Spiel. Sie sind das visuelle und emotionale Bindeglied zwischen der Marke und den Verbrauchern in einer immer vernetzteren Welt.
Brand Assets sind nicht nur visuelle oder akustische Symbole; sie sind die Seele und das Herz einer Marke. Sie sind das, was Menschen an eine Marke erinnert, wenn sie nicht direkt mit ihr interagieren, und sie sind oft das erste, was Menschen wahrnehmen, wenn sie zum ersten Mal von einer Marke hören.
Abschließend lässt sich sagen, dass in einer Welt, die sich ständig verändert, die Bedeutung von Brand Assets konstant bleibt. Sie sind der Anker, der eine Marke in den turbulenten Gewässern des Marktes stabil hält. Für Marketing-Mitarbeiter bedeutet dies, dass die Zeit und Energie, die in die Schaffung und Pflege dieser Assets investiert wird, eine der lohnendsten Investitionen ist, die sie für ihre Marke tätigen können.

1. Brand-Planning. Zusammen vermitteln wir Ihrem Team den ROI von „Marke“.
2. Markenpositionierung. Der psychologische Sweetspot zwischen relevanten Kauftreibern und den Eigenschaften, die Ihre Marke besonders machen.
3. Markenaufbau. Mit den Werkzeugen der evidenzbasierten Markenführung bringen wir Ihre Marke in die Köpfe der Menschen.
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